Krimi-Adventskalender Tag 16

Inspektor Finch rang um seine Fassung. Vor ihm stand eine gedrungene, kleine Frau Mitte Fünfzig mit rotgefärbten Haaren – oder trug sie eine Perücke? – gekleidet in ein grünes Samtkostüm, das sie aufgepeppt hatte mit einer gewaltigen Kamee am Revers, einem buntgeblümten Halstuch und karierten Strümpfen. Der wellig-gerüschte Kragen ihrer rosa Bluse lag um ihren Hals wie eine kraftlose Boa constrictor. Die wenigen Worte, die sie bisher von sich gegeben hatte, schienen wie aus einer anderen Zeit oder Welt. Als Agatha Hunter den Mund öffnete, um fortzufahren, beschloss Finch, sich zu setzen.

“Es nähme mich nicht Wunder, wenn Lois Lovelace, Gott sei ihrer Seele gnädig, sich unvorteilhaft über meine Wenigkeit geäußert hätte. Ich bemerkte aus den Augenwinkeln, dass sie gerade aus diesem Raum trat, und schlussfolgerte, dass sie bereits zu einer Unterredung bei Ihnen befindlich war.“ Finch versuchte, den Worten einen Sinn zu entnehmen.

Ein Weihnachtskrimi in 24 Kapiteln

Mörderisch glänzet der Wald
Penelope Planks fünfter Fall

Weihnachten steht vor der Tür und Penelope freut sich auf ein romantisches Fest mit ihrem frisch angetrauten Ehemann. Doch ausgerechnet bei einer Adventsfeier im Haus ihrer besten Freundin findet sie ein grausiges Geschenk unter dem prachtvollen Christbaum – eine Leiche. Niemand scheint zu wissen, wer der Mann ist oder wieso er auf der Party war. Penelope unterstützt Kriminalkommissar Peter Wilson, wo sie nur kann, und nimmt die Ermittlungen auf. Schnell wird ihr klar, dass jeder, mit dem sie zu tun bekommt, etwas verschweigt und es eine knifflige Angelegenheit wird, die Wahrheit aufzudecken. Noch dazu wird ihr neuer Fall persönlicher, als ihr lieb ist. Penelope steht vor der Wahl – Freundschaft oder Gerechtigkeit. Egal, wie sie sich entscheidet – sicher ist, dass nichts so bleibt, wie es war.