Krimi-Adventskalender Tag 19

“Wirklich hervorragend”, meinte Finch nach dem ersten Nippen. Max Winter stimmte behaglich zu. „Nun, was möchten Sie wissen?“, fragte er. „Was können Sie mir über die Opfer des heutigen Abends sagen?“, erkundigte sich der Inspektor und nahm noch einen Schluck von dem flüssigen Gold. „Oh, eigentlich nicht viel“, entgegnete Max. „Neid ist bei allen ein großes Thema, das werden Sie inzwischen mitbekommen haben. Lucy hat mir erzählt, dass John Pope über uns gelästert hat.“ Er lehnte sich vor und fuhr in vertraulichem Tonfall fort: “Ganz offen, Inspektor: John ist der missgünstigste Mensch, den ich kenne. Seit Suzy und ich zusammen sind, tut er alles, um uns das Leben schwer zu machen. Wann immer er kann, hetzt er öffentlich über uns. Sie müssen sich nur mal seine Interviews durchlesen. Selbst wenn er nicht nach uns gefragt wird, lästert er. Als hätte er keinen anderen Lebensinhalt mehr!“

Finch sah in sein Glas, in dem noch ein kleiner Rest Whiskey darauf wartete, andächtig genossen zu werden, und dachte bei sich, dass Max Winter ihm soeben ein wunderbares Motiv vorgelegt hatte. Nur dumm, dass ausgerechnet John Pope die Lesung unbeschadet überstanden hatte. Wenn Max Winter hinter der Sache steckte, musste er sich jetzt eigentlich schwarz ärgern. Er musterte den Schriftsteller unauffällig. Glücklich sah er wahrlich nicht aus.

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Inspector Finch rettet Weihnachten

Sieben Adventskalenderkrimis zum Mitraten

Es ist schon ein merkwürdiger Zufall – an jedem 1. Dezember bekommt Inspector William Geoffrey Finch vom Scotland Yard in London die seltsamsten Fälle auf den Tisch. Und jedes Mal geht es um Weihnachten, seien es geklaute Nikoläuse, mutwillig dekorierte Häuser, Chöre ohne Noten, Plätzchennöte in einem Altersheim, Verwüstung bei ‚Santa’s Delicatessen‘ oder die festliche Verleihung des ‚Diamantenen Herzens‘ an Großbritanniens beste/n Liebesromanautorinn/en.
Er hat leider nie viel Zeit bis zu den Feiertagen und trifft auf die exzentrischsten und skurrilsten Persönlichkeiten Englands. Natürlich hält das Inspector Finch nicht davon ab, hier und da mit Verdächtigen einen Whiskey zu genießen (am liebsten schottischen Single Malt – das Gold des Lebens) oder seine Denkvorgänge mit heißer Schokolade zu beschleunigen. So viel Zeit muss schließlich sein. Und am Ende löst er ja doch jeden Fall, egal, wie knifflig er auch sein mag. Wer aufmerksam mitliest, entdeckt vielleicht sogar noch vor dem Inspector den oder die Übeltäter/in!

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