Sind wir nicht alle ein bisschen (Krimi-) Mimi?

Zum zweiten Mal hieß es gestern für mich ‚auf nach Tiefenbronn‘, dieses Mal allerdings alleine (ohne meinen Mann). Obwohl sehr viel Verkehr war und auch wieder ein Unfall an fast derselben Stelle wie beim letzten Mal, kam ich ganz gut voran und erreichte die Häckermühle zeitig. Dort hieß es zunächst, den Büchertisch aufbauen, denn ich hatte sehr viel dabei – nicht nur Bücher, auch ein bisschen Deko-Material. Es war schön, noch bei Tageslicht im Schwarzwald anzukommen, ich muss aber gestehen, dass ich bei meiner Ankunft kein Auge für die Umgebung hatte, weil ich schnell alles vorbereiten wollte.

BüchertischDann hieß es warten und zusehen, wie sich der Raum langsam mit immer mehr Damen füllte. Am Schluss waren 50 Zuhörerinnen da und der Raum voll besetzt. Es ist dort recht verwinkelt und leider konnten mich nicht alle sehen, wenn ich an meinem Extratischchen saß und las, aber im Grunde konnten mich die anderen auch nicht so gut sehen. Ich hatte zwar eine kleine Lampe am Tisch, aber rundum war es stockfinster (bis auf ein paar Teelichter auf den Tischen). Zumindest ich habe nur am Nebentisch ein paar Frauen schemenhaft erahnen können.

Das Thema (s. Überschrift) gab vor, dass es um das Weibliche im Krimi gehen sollte, und entsprechend war meine Textauswahl. Ich fing an mit einem Appetizer aus „Der Mörder ist manchmal der Gärtner“, ließ das Abgründige der weiblichen Psyche in „Rot wie Blut“ (aus „Mörderische Kurpfalz“) erahnen, bevor es heiter wurde mit „Ausbaldoowert“ (auch aus „Mörderische Kurpfalz“), wobei ich die beiden Figuren so Mannheimerisch sprechen ließ, wie es mir möglich war. Den Schluss machte ein kleiner Ausflug mit Frieda Räther (aus „Mannheimer Blut“) in den Luisenpark, weil das so gut zum Eis des Desserts passte.

Es war ein großartiger Abend mit lauter ausgesprochen netten und sympathischen Damen und angenehmer Atmosphäre! Mehr Bilder gibt es in meiner Galerie zu sehen, und in Kürze kommen vielleicht noch einige dazu, wenn ich von der Fotografin eine CD mit ihren Aufnahmen zugeschickt bekommen habe. Eins muss ich noch erwähnen: Auf dem Heimweg, in tiefster Nacht, fuhr ich extra langsam übers Land auf dem Weg zurück zur Autobahn, weil es so klar war und ich gar nicht genug bestaunen konnte, was man bei uns hier praktisch kaum zu sehen bekommt: den Sternenhimmel.