Das Ende des Dramas

Heute war es endlich soweit: Ein Theaterstück zum Thema NEID hat seinen Weg über die Tasten auf den Computerspeicherplatz gefunden. Im Moment warte ich noch auf ein Feedback meines Testlesers (= Ehemann) und überlege, wie der Schluss genau aussehen soll.

Begonnen hat alles mit einem Bild, wie das Stück anfangen könnte. Das war vor ein paar Wochen. Ich habe es, glaube ich, schon einmal erwähnt, dass Texte, gleich, welcher Art, unterschiedlich in meinem Kopf entstehen – manchmal formt sich in meinen Gedanken ein Anfang, manchmal ein Ende, oder vielleicht auch mal etwas von mittendrin. Und damit muss ich dann den ganzen Rest gestalten. Dieses Mal war es also ein Anfang – drei Frauen sitzen vor dem Publikum und teilen ihre Gedanken mit. Das war die Basis, mit der ich nun doch einige Zeit überlegt und gearbeitet habe. Es ist manchmal ganz gut, etwas nicht gleich aufzuschreiben, sondern irgendwo in den Gedanken reifen zu lassen, und so ist allmählich immer mehr daraus geworden, die Frauenfiguren sind konkreter geworden, was sie tun und sagen, wer sonst noch mitspielt und worum es eigentlich geht.

NEID ist ja ein sehr ungenauer Begriff, man könnte alles Mögliche dazu schreiben oder sagen. Ich wollte etwas darüber mitteilen, wie Neid in uns entsteht, uns durchs Leben begleitet und welche Konsequenzen er haben kann auf unsere Entwicklung und unser Verhältnis zu Gott. Es sollte nicht einfach nur so ein plakatives „Neid ist schlecht“ oder „Gott sagt Nein zu Neid“ werden. Es ist immer besser, man sucht sich einen oder zwei ganz bestimmte Aspekte aus, über die man sich intensive Gedanken macht. Möglichst Aspekte, die andere Menschen noch nicht so genau unter die Lupe genommen haben, damit das Stück und seine Aussage auch etwas Neues zeigt und zum Nachdenken anregt. Andere Aspekte kommen dafür nicht zum Zuge, obwohl sie vielleicht auch wichtig gewesen wären.  Ein kurzes Stück ist einfach nicht geeignet, um alles hineinzupacken.

Mal sehen, welchen Anklang mein kleines Theaterstück findet. Es ist nun das erste, das aus der Wunsch-Aktion hervorgeht, aber es ist trotzdem auch außer Konkurrenz, weil ich es so oder so schreiben wollte, und es ist nun nicht genau auf einen Vorschlagenden abgestimmt. Um es zu lesen, gehen Sie bitte auf meine Seite http://www.simone-ehrhardt.de/theater.html, dort ist es in Kürze zu finden.