Vier neue Stücke

Auf meiner Webseite kann man jetzt vier neue Stücke aus der Theater-Wunschaktion abrufen. Zwei zum Thema Halloween/Reformation und zwei zu der Bibelstelle 1. Korinther 2, 12-16.

Etwas zu Halloween/Reformation zu schreiben war nicht ganz so einfach, wie ich gedacht hatte. Es lief auf eine Konfrontation von modernen Halloweengebräuchen und der Person Luthers hinaus, was aber vielleicht auch an der Aufgabenstellung lag. Es wurde etwas Lustiges und Plakatives gewünscht. Nun ließ man mich wissen, dass die Stücke nicht ernsthaft genug sind …
Es ist mir klar, dass meine Stücke nicht immer den Geschmack des Wünschenden treffen können. Ich kenne nicht die genauen Gegebenheiten und den üblichen Stil der Anfragenden und des Aufführungsrahmens. Da bin ich auf detaillierte Informationen angewiesen. Um möglichst das zu treffen, was gebraucht wird, hatte ich einen kleinen Fragebogen entworfen und den Leuten zugeschickt.  Schade natürlich, dass ich den Leuten nun nicht ihren Wunsch so erfüllen konnten, wie sie es gerne hätten, aber trotzdem kann ich nun zwei Stücke für diesen Anlass anbieten, die möglicherweise anderen nutzen können.

Die anderen beiden Stücke fielen mir recht spontan zu der vorgegebenen Bibelstelle in Korinther ein. Darin geht es darum, wie ein Mensch durch den Geist Gottes ein anderes Verständnis für Gottes Wirken bekommt. Dinge, die einem „normalen“ Menschen sinnlos oder dumm vorkommen, sind mit Gottes Augen betrachtet möglicherweise etwas ganz anderes.
Dazu fiel mir zum Einen die Begebenheit aus Johannes 9 ein, die Heilung eines Blindgeborenen. Jesus spuckt auf den Boden, macht einen Brei und schmiert ihn dem Blinden auf die Augen. Dann sagt er dem Mann, er solle sich waschen, was er tut, und siehe da, er kann sehen. Der Mann geht und erzählt es Leuten, die ihn kennen, und den Kirchenoberen und jeder hält das für einen großen Blödsinn und meint darin vor allem zu erkennen, wie Jesus gegen die religiösen Gesetze verstößt.
Das Zweite, was mir dazu einfiel, war eine Nachrichtensendung, in der negative Mitteilungen berichtet werden, die aber eigentlich, hintergründig, ganz anders bewertet werden sollten. Das Stück basiert auf einem Gemeindeleiter, von dem ich einmal hörte. Dieser Gemeindeleiter hatte einige unverständliche Dinge getan und Menschen verletzt und trotzdem hatte er eine Gemeinde, die gewachsen ist. Es ist schwer, Verständnis für diesen Menschen aufzubringen, jedenfalls menschlich betrachtet. Was mich so beeindruckt hat, war die Tatsache, dass Gott ihn trotz großer Schwächen und Fehler gebrauchen konnte und seinen Dienst offensichtlich gesegnet hat. Das hat mich zum Nachdenken gebracht, genau wie hoffentlich mein Stück andere zum Nachdenken anregen wird.

Hier geht es zu den Stücken.