Das große Zittern

Oder auch: das lange Warten. Es ist so ziemlich das Schlimmste, was einem als Autorin passieren kann: Texte weg! Es ist schon früher passiert und ich will auch nicht mit technischen Details langweilen oder erklären, wieso das überhaupt vorkommen könnte, wo ich doch schon Erfahrungen damit gemacht habe … Tatsache ist: Im Moment schwirren meine neueren Arbeiten im Nirwana herum und ich weiß nicht, ob ich sie jemals wiedersehen werde. Ich warte schon seit Wochenbeginn auf Neuigkeiten von dieser oder jener Stelle und vor allem auf die Mitteilung, dass die Festplatte noch soweit intakt ist, dass meine Dateien gerettet werden können.

Das heißt vor allem für mein neues Buch, dass der Erscheinungstermin noch ungewisser ist als bisher. Ich war ja schon spät dran und wollte mich damit nach Kräften beeilen, damit es wenigstens im Juni rauskommt, aber nun weiß ich nicht, ob die bisher geschriebenen Texte noch existieren. Es ist zum Haareraufen! Ich kann nur eins weitergeben an alle AutorInnen da draußen: Wenn es um Computer geht, ist nichts sicher. Auch nicht, wenn man absolut sichere Geräte mit mehreren Festplatten hat, bei denen so etwas eigentlich gar nicht vorkommen kann. Speichert täglich, stündlich, am besten auf drei verschiedenen Medien! Nach jedem Arbeitstag ein Backup! Vielleicht sollte ich sogar erwägen, die alte elektrische Schreibmaschine wieder flott zu machen … Aber natürlich könnte das ganze Papier auch einfach verbrennen.