Geheimnisse des Buchverkaufs

Wie verkaufe ich mein Buch? Das fragen sich wohl fast alle Autoren, ganz zu schweigen von den Verlagen. Manch einer zählt auf ausgefallene Werbestrategien und sicher kann man damit hier und da auch richtig Aufmerksamkeit erzeugen. Was am Buch es nun eigentlich ist, das zum Kauf anreizt – dieser Frage ist Claudia Junger in ihrer Umfrage „Was verleitet am ehesten dazu, ein Buch zu kaufen?“ nachgegangen.

Überraschendes Ergebnis: Die meisten lassen sich vom Klappentext verführen; an zweiter Stelle, aber mit einigem Abstand, liegt das Cover, dicht gefolgt vom Autor. Ob ein Buch auf der Bestsellerliste steht oder welche Werbung dafür gemacht wird, findet sich in der Rangliste der Verkaufsanreize erstaunlich weit unten.

Ich habe, was diese beiden letztgenannten Punkte angeht, doch meine Zweifel. Ich denke schon, dass ein Buch, das in einer Bestsellerliste steht, wesentlich mehr Aufmerksamkeit bekommt und auch häufiger verkauft wird. Da spielt ja auch oft der Wunsch des Lesers mit, uptodate zu sein, was seinen Lesestoff angeht. Und wenn mir ein Titel immer wieder unter die Nase kommt, werde ich mich vermutlich doch irgendwann informieren, worum es in dem Buch geht und ob mich das interessieren könnte. Und ganz so schwach sehe ich den Punkt Werbung auch nicht. Die Verlage geben nicht umsonst riesige Geldmengen für einzelne Titel aus, die sie so richtig pushen – mit Anzeigen in Printmedien, Buchtrailern und gerne auch mal Plakaten kreuz und quer durchs Land. Und wenn ein Autor im Fernsehen, Radio oder in Zeitungen in Talkshows auftaucht oder Interviews gibt, hat er garantiert gerade ein neues Buch am Start, das promotet werden muss.

Meine volle Zustimmung findet aber Punkt 1 in der Liste, der Klappentext. Was zuerst Aufmerksamkeit bei einem Buch erregt, ist der Titel und das Cover, aber dann entscheidet meist der Klappentext (also der Text auf der Rückseite des Buchumschlags) darüber, ob mich das Buch interessieren könnte. Wenn es dann noch irgendwo eine Leseprobe gibt, umso besser. Ich gebe zu, dass mich die Leseproben schon oft davon abgehalten haben, ein interessant klingendes Buch zu kaufen. So gesehen, würde es sich vielleicht lohnen, keine Leseprobe anzubieten. 😉 Ich habe aber auch schon ein Buch wegen der Leseprobe gekauft. Ein Buch, das ich sonst vermutlich nie erstanden hätte. Die Leseprobe kam unaufgefordert mit in die Tüte beim Buchhändler und war ein kleines Heft, in dem vier oder fünf Romane vorgestellt wurden. Eine klasse Idee, fand ich.

Und hier geht es zur kompletten Umfrage bei Krimi & Co.

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