Aha-Momente mit der Zürcher Verlobung

Onkel: „Und ich hatte gedacht, dass du endlich heiratest. Du hast nichts, bist nichts, kannst nichts …“
Juliane: „Na, erlaube mal, Onkel Julius, ich kann schreiben!“
Onkel: „Ach, schreiben – das ist doch kein Beruf!“

Nachdem mir schon das Remake von Die Zürcher Verlobung so gut gefallen hatte, wollte ich mir endlich einmal das Original mit Liselotte Pulver von 1957 ansehen. Das brachte einige kostbare Momente mit sich. Wer die Geschichte nicht kennt: Juliane ist eine Schriftstellerin (!), die sich gerade von ihrem Fast-Verlobten Jürgen trennt, nachdem der sie betrogen hat. Genau zu dieser Zeit, als sie orientierungslos bei ihrem Onkel in der Zahnarztpraxis mitarbeitet, läuft ihr ein Mann über den Weg, ein Schweizer Arzt, in den sie sich Hals über Kopf verliebt und dem sie es verdankt, dass ihr neues Manuskript verfilmt wird.

Jürgen: „Wo hast du denn den kennengelernt?“
Juliane: „Hier in der Praxis.“
Jürgen: „Aha. Liebe auf den ersten Biss!“
Juliane: „Bitte sei nicht geschmacklos.“

Dieser bedeutsame Dialog zeigt eins: Liebe auf den ersten Biss wurde nicht von den Vampirromanschreibern erfunden! 😉

Auf jeden Fall erwähnenswert ist die herausragende Namensgebung bei den Charakteren im Film: Juliane, Julius, Jürgen, Jean … War das gerade der J-Film? Wie bei Hundwürfen, die ja auch alphabetisch durchbenannt werden. Wenigstens einer der männlichen Hauptdarsteller durfte aus der Reihe tanzen – er heißt Paul, genannt Büffel. Was machen wir Schreiber uns also immer so unnötige Gedanken über abwechslungreiche Namen unserer Charaktere …? 😉

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