Rita Mae Brown – Die Weihnachtskatze

brownWeihnachten steht vor der Tür in Crozet, Virginia und es schneit. Aber nicht nur das – Morde geschehen und das bewährte Team aus Harry (weiblich) und ihren Haustieren müssen ermitteln.

Inhalt:
Es hätte ein schönes Fest werden können in dem Örtchen Crozet in Virginia, der Heimat von Harry, ihrem Mann Fair und ihren drei Haustieren, Mrs. Murphy, Pewter und Tucker. Es schneit sogar recht heftig und die Feiertage versprechen weiß und heimelig zu werden, würde da nicht plötzlich ein toter Ordensbruder zwischen den Weihnachtsbäumen liegen. Bald folgt ein zweiter und schließlich an Weihnachten ein drittes Opfer. Besonders merkwürdig ist, dass den dreien nicht nur die Kehlen aufgeschlitzt wurden, sondern alle einen Obolus unter der Zunge haben. Die örtliche Polizei ist zunächst ratlos, die Spuren scheinen zur Bruderschaft zu führen, doch Beweise gibt es keine.

Als die zwei Katzen und der Hund Harrys in einer Kiste im Wald Geld finden und ein Bündel davon zu Harry bringen, kann sie es sich nicht verkneifen, nachzusehen, wo es herkommt, und wird beinahe selbst das nächste Todesopfer. Gemeinsam kommen Polizei, Harry und ihre treuen Gefährten der Wahrheit immer näher – und erleben am Ende eine unerfreuliche Überraschung.

Eindrücke:
Schon in vielen Fällen haben Harry und ihre Vierbeiner Mrs. Murphy (sehr schlaue Katze), Pewter (eher faule Katze) und Tucker (Corgihündin) voneinander profitiert. Wer die Krimireihe, die Rita Mae Brown mit ihrer eigenen Katze Sneaky Pie Brown zusammen schreibt (wenigstens stehen sie beide als Autoren auf den Romanen 😉 ) kennt, weiß, dass sich die Tiere sehr gern unterhalten und ihre Nasen in alles reinstecken, entscheidende Hinweise finden, aber stets Probleme damit haben, ihrer Besitzerin verständlich zu machen, worum es geht. Die Vierbeiner sind zwar schlau, doch die menschliche Sprache sprechen sie nicht, bzw. Harry versteht die tierische nicht. So müssen sie Harry öfter das Leben retten, aber am Ende lösen sie doch jeden Fall.

Die Weihnachtskatze ist nun also ein Weihnachtskrimi und weihnachtlich wird einem beim Lesen auch fast zumute, allerdings bringen einen die Morde immer wieder ein Stück in die Realität zurück. Die Geschichte beginnt langsam, es vergeht einige Zeit bis zum ersten Mord, dann noch mehr bis zum zweiten. Spannung baut sich erst spät so richtig auf, als Harry selbst in Gefahr gerät. Der Schluss kommt recht plötzlich und mit einer unerwarteten Lösung, was man alles verzeihen kann, weil die Geschichte durch die Tiere immer wieder belebt wird. Seltsam fand ich allerdings die Erklärung zu den Obolussen, die der Mörder unter den Zungen seiner Opfer platziert – es gibt sie praktisch gar nicht, die Münzen scheinen nur ein Gag zu sein. Was mich auch etwas gestört hat – dass die Autorin in jedem zweiten Satz moralisiert und belehrt.

Schön finde ich stets die Personenvorstellungen vorn in den Büchern der Krimireihe. So weiß man immer gleich, wer wichtig ist und zum Stammpersonal in Crozet gehört. Beim Lesen erfährt man einiges über Virginia, was manches Mal ganz interessant ist, manchmal vielleicht auch nicht, je nachdem, wie sehr man sich für den Staat begeistern kann. Das Buch ist übrigens nicht neu, wie man bei dem Erscheinungsdatum 2014 denken könnte. Die Originalausgabe erschien 2008 unter dem Titel Santa Clawed und es gibt ältere deutsche Ausgaben mit anderen Covern.

Fazit:
Ein netter Weihnachtskrimi, der die Nerven nicht allzu sehr strapaziert, aber mit der Lösung nicht hundertprozentig überzeugen kann. Geeignet für alle Hunde- und Katzenliebhaber und als unkomplizierte Lektüre vor den Feiertagen.

 

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