Hendrik Buchna – Die drei ??? – Stille Nacht, düstere Nacht

stillenachtJustus, Peter und Bob erleben einen hektischen Vorweihnachtstag auf einer Spielzeugmesse. Sie stoßen auf mysteriöse Machenschaften und lösen am Ende – natürlich – den Fall gerade noch rechtzeitig.

Der neue Weihnachtsfall der drei ??? führt sie am 23.12. auf eine Spielzeugmesse in eine verschneite Stadt der USA. Eingeladen wurden sie von einem alten Bekannten, einem ehemaligen Kriminalkommissar, der jetzt Sicherheitschef für das Messeunternehmen ist und die Jungs mit VIP-Ausweisen aussstattet. Es kann ja nicht alles glattgehen und die drei verbringen die nächsten 24 Stunden bis zur großen Feierlichkeit am Mittag des 24.12. mit schweißtreibenden Ermittlungen. Schlafen ist nicht drin, Essen nur ganz wenig, mal ein paar Donuts, das war es schon. Der Hit der Spielzeugmesse sind ganz neue, intelligente (computergesteuerte) Actionfiguren einer uralten Weltraumsaga, die plötzlich wieder in sind. Das Setting erinnerte mich sehr an den Film Galaxy Quest (alte Weltraumserien-Crew als Gaststars auf einer Convention) gemischt mit den Masters of the Universe, was ich reizvoll und amüsant fand, auch wenn ich mit den einzelnen Figuren der Masters nicht unbedingt vertraut bin – viele Namen habe ich doch schon einmal gehört. Im Buch sind sie allerdings alle abgewandelt und laufen unter dem Titel Heroes of the Universe. Da nächstes Jahr tatsächlich eine neue Verfilmung in die Kinos kommt, ist das Thema sogar brandaktuell.

Die erste Hälfte des Buches dümpelt die Story so vor sich hin, dann wird es doch noch spannender, bis am Ende alles aufgedeckt wird. Das Buch ist in 24 Kapitel unterteilt, wobei jedes Kapitel eine Stunde umfasst und eine Grafik enthält. Allerdings ist es nicht wirklich so, dass es sich um 24 unterschiedliche Bilder handelt. Der Weihnachtsbaum vom Titelbild ist das einzige Motiv, das verwendet wird; er bekommt nur in jedem Kapitel eine Weihnachtskugel mehr, bis am Ende alle draufhängen. Das hatte ich eine hübsche Idee gefunden, bis ich las, dass der Verlag mit ’24 farbigen Illustrationen‘ wirbt. Klar, sie sind farbig, aber letzten Ende sind es nur 24 Variationen einer Illustration, also für meinen Geschmack zu großspurig herausgehoben.

Ein Krimi in bewährter Drei-???-Manier, der sich locker und rasch lesen ließ, der höchstens in seiner langatmigen Erklärung zur Auflösung hier und da etwas überfordern mag, mich ansonsten aber gut unterhalten hat. Ich finde es nur schade, dass immer noch die Rede ist von Erster, Zweiter und Dritter. Ich finde diese Einteilung höchst altmodisch, zumal Nr. 2 und 3 ja nie wirklich eine Chance zu einem Aufstieg erhalten werden. Aber gut, das ist nicht sooo tragisch. 😉

Der Weihnachtsfaktor
Ein Tag bis Weihnachten und draußen liegt Schnee – drinnen ist die Stimmung nicht sonderlich weihnachtlich. Es geht nicht vorrangig um Weihnachten, wenn vielleicht auch das Thema Spielzeug dazu passen soll. Trotzdem bemüht sich der Autor, in jedem Kapitel wieder darauf hinzuweisen, dass Weihnachten vor der Tür steht, meist, indem gerade irgendein (amerikanisches) Weihnachtslied irgendwo erschallt. Ein Weihnachtsmann hat einen (kurzen) Auftritt in einer Nebenrolle. Und die sogenannte Elfenbeinfrau erinnert an die Schneekönigin.

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