Totentanz um Mitternacht

Die Grundlage steht! So fängt der Grusel-Krimi an … (s. Text). Der Titel ist eine Hommage an J.B. Fletchers ersten Roman The Corpse Danced At Midnight, der allerdings wohl eher ein klassischer Krimi war. Das neue Krimispiel erhält eine eigene Seite – im Menü oben unter Krimi-Dinner zu finden; dort sind in Kürze alle Unterlagen zum Download zu finden. Und das Ganze bis Ende Oktober sogar ohne ein Newsletter-Abonnement – danach nur noch mit. 😉

 

Tiefschwarze Nacht liegt über dem alten, verlassenen Friedhof. Der strömende Regen fließt wie eine Sintflut vom unsichtbaren Himmel, schlängelt sich in zischenden, blubbernden Rinnsalen über den frostigen Boden. Frances Bacon, die furchtlose Geisterjägerin, steht an einem offenen Grab, in der Hand ihre unverzichtbare Speziallampe, mit der sie allerhand Arten von Wesen sichtbar machen kann. Sie leuchtet in die Tiefe des Erdreiches hinab und erschauert. Der Lichtstrahl wandert über einen reglosen Körper. Ihr ist klar, dass da unten nichts Lebendes mehr ist. Ein zynisches Grinsen zuckt über ihr Gesicht. Als ob sie es jemals mit Lebenden zu tun hätte! Nein, ihr Klientel sind die Wesen der Nacht, die Vampire, Werwölfe, Geister,  Zombies, dämonische Gestalten; die Untoten und Halbmenschen, von denen die Sterblichen nichts wissen. Und sie sorgt dafür, dass es so bleibt.

„Ich weiß, dass du da bist!“ Unhörbar, ohne einen Lufthauch zu erzeugen, taucht eine Gestalt neben ihr auf; sie sieht ihn erst, als er direkt neben ihr steht. „Amorus, natürlich. Verfolgst du mich?“

Der Mann im schwarzen Umhang lächelt charmant. „Selbstverständlich. Irgendjemand muss doch auf dich aufpassen.“

„Ich jage Vampire, vergiss das nie.“

„Mein Wort darauf.“ Er sieht in das Grab. „Wer ist der Kopflose?“

„Wenn ich das wüsste. Meine Lampe ist keine Hilfe, sie zeigt keinerlei Farben an.“

„Sein Geruch sagt mir, dass er bereits eine Weile tot ist. Mit einer Weile meine ich mindestens hundert Jahre.“

„Also kein Mensch; ich erkenne keinerlei Spuren von Verwesung oder Blut. Könnte ein Vampir sein.“

Amorus legt besorgt einen Finger an sein glattes, ebenmäßiges Kinn. „Das klingt unangenehm. Ein Mörder in der Vampir-Gemeinschaft – ich werde der Sache auf den Grund gehen.“

Frances packt ihn an seinem Umhang. „Halt, nicht so schnell. Das ist mein Job! Du weißt, was passiert, wenn du dich unter die falschen Wesen mischst. Die meisten hassen Vampire und ich werde alle befragen müssen, auch die Werwölfe und die Zombies. Noch kann ich nichts ausschließen und die Wahrscheinlichkeit, dass es einer von ihnen war, ist enorm. Wir stehen vielleicht am Beginn einer neuen Blutfehde. Ich will nicht, dass du durch einen unbedachten Racheakt die Sache eskalieren lässt.“

Er streift ihre Hand ab. „Ich werde aufpassen. Du enttäuschst mich, Frances. Nach all den Jahren traust du mir immer noch nicht?“

„Einem Vampir traue ich niemals, nimm es nicht persönlich. Und nun sollten wir diesen Körper untersuchen und uns auf die Jagd nach seinem Henker machen.“

 

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