Christy Barritt – It Came Upon A Midnight Crime

barrittDas erste Weihnachtsbuch in der neuen Saison, das ich gelesen habe – und ich bin nur zufällig drübergestolpert. It Came Upon A Midnight Crime ist Teil 2,5 einer Serie, einer Krimiserie, die mir richtig gut gefällt. Dazu gleich mehr. Nachdem ich mich schon durch Band 1 und 2 gelesen hatte, fing ich mit Teil 3 an, aber irgendwie kam es mir plötzlich so vor, als ob ich etwas nicht mitgekriegt hätte. Konnte ja nicht sein, da ich ordnungsgemäß am Anfang angefangen hatte. Meine Recherche beförderte dann Teil 2, 5 zutage. Also, das fand ich nicht so wirklich lustig, und ich weiß auch nicht, wie das zu verstehen ist. Vielleicht, weil der Krimi kürzer ist als die anderen. Na ja, das ist aber auch so ziemlich meine einzige Kritik. Jetzt kommt das Lobgehudel. 😉

Die Reihe Squeaky Clean Mysteries um Crime Scene Cleanerin und angehende Forensikerin Gabby St. Claire spielt in einer Stadt in Virginia namens Norfolk (bei Chesapeake). Gabbys Traum ist es eigentlich, Forensikerin zu sein, aber sie musste aus familiären Gründen ihr Studium abbrechen und arbeitet nun als Tatortreinigerin, was alle möglichen Aufträge mit schwierigen Verschmutzungen und gelegentliche Leichenfunde umfasst. Außerdem pocht ihr Forensikerherz, sobald ein Mord geschieht, und irgendwie schafft sie es immer, verwickelt zu werden.
Gabby schwärmt für ihren Nachbarn Riley, der nach einer Annäherung erst mal wieder in die Ferne rückt, aber er hilft ihr unverdrossen bei ihren Ermittlungen. Erzählt wird in der Ich-Perspektive und Gabby ist clever und witzig; es macht Spaß, die Krimis zu lesen. Obwohl sich die Geschichte mit Riley über mehrere Bücher hinzieht, wird sie nicht langweilig. In ihrem persönlichen Leben gibt es außerdem immer wieder Veränderungen, z.B. nimmt sie ihr Studium wieder auf, findet einen  Geschäftspartner usw. Besonders sympathisch ist mir die Krimireihe, weil sie sich zu meiner Überraschung als eine christliche entpuppte. Riley ist überzeugter Christ, Gabby überhaupt nicht, aber allmählich taut sie diesbezüglich auf und fängt an, sich Gedanken zu machen. Die Autorin lässt sich auch mit dieser Entwicklung viel Zeit und kommt mit sanfter Überzeugung daher, was für mich diese Serie erfrischend anders macht zu dem, was man sonst so kennt.

It Came Upon A Midnight Crime spielt kurz vor Weihnachten und der Titel deutet schon an, was im Buch fortgesetzt wird: Jedes Kapitel trägt den Namen eines leicht abgewandelten Weihnachtsliedes. Allerdings gibt es nur 11 Kapitel. Bei all den Anspielungen und den bekannten 12 Days Of Christmas hätte ich doch mit 12 gerechnet. 😉 In Norfolk geht ein Weihnachtshasser um, der jede Nacht woanders zuschlägt und Zerstörung unter den Krippenszenen u.ä. anrichtet. Besonders auffällig dabei: Er hinterlässt Körperteile – mal ein Ohr, mal einen Skalp, einen Finger etc.; man muss von Mord ausgehen. Verdächtig sind vor allem ein ausgesprochen religionsfeindlicher Atheistenclub und ein Buchautor, der gerade sein neues Anti-Weihnachtsbuch promotet. Dann gesellt sich ein seltsamer Bestatter auf die Liste der Motivträger. Den Höhepunkt erlebt die Verfolgungsjagd bei der weihnachtlichen Aufführung einer Kirche, die dann auch im totalen Chaos endet.

Zwei kleine Punkte noch am Schluss, aber sie sind nur eine ganz winzige Kritik an einem ansonsten prima Buch. Der Kriminalfall wirkt im Vergleich zu den Vorgängerbüchern etwas schwach, aber ich bin mir nicht sicher, wie ernst das Ganze eigentlich gedacht ist. Es besteht die vage Chance, dass die Autorin manches absichtlich übertrieben und sich darüber lustig gemacht hat. So kommt Teil 2,5 (es folgt ein Spoiler) eigentlich ja ohne Mord aus, im Gegensatz zu den anderen Teilen der Reihe. Ich bin mir ebenfalls unsicher, wie gut sich jemand in diesem Weihnachtskrimi zurechtfindet, der die Vorgängerbücher nicht gelesen hat. Nicht alles wird bis ins Detail noch mal erklärt, aber wenn es einem nichts ausmacht, dass man nicht über alles hundertprozentig informiert ist, was bisher in Gabbys Leben geschah, kommt man mit der Story zurecht.

Der Weihnachtsfaktor
Gabby kann mit Weihnachten nicht viel anfangen und besorgt sich erst einen schiefen Weihnachtsbaum, als ihre Freunde sie dazu drängen. Dann hat sie allerdings noch keine Deko, und als sie welche bekommt, ist diese nicht sehr traditionell. Natürlich geht es im Kriminalfall um Weihnachten, und die vielen Weihnachtslieder, die genannt werden, sind immerhin festliche Elemente. So rechte Weihnachtsstimmung ist bei mir dennoch nicht aufgekommen. Ich nehme an, diese steht und fällt mit der Einstellung des Protagonisten zum schönsten Fest des Jahres.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.