Der Mistelzweig

Uralte Bräuche

Zu Weihnachten einen Mistelzweig aufzuhängen kennen wir hauptsächlich aus dem englischsprachigen Raum. Für viele sind damit heidnische Rituale verbunden, da bereits die Germanen die Mistel für eine besondere Pflanze hielten und verehrten. Und das ist sie auch. Sie ist weder Baum noch Busch noch hat sie eigene Wurzeln. Sie kann hunderte Jahre alt werden und ist immergrün. Ihre weißen Beeren reifen zur Weihnachtszeit. Wie viele immergrüne Gewächse ist die Mistel deshalb Symbol für vieles, vor allem auch für Frieden. Man hängte in England zur Festzeit einen Mistelzweig vors Haus, um zu verkünden, dass in diesen Tagen Frieden herrschte. Kam jemand herein, gab man sich einen Friedenskuss. Eine Legende besagt, dass von einem Mistelbaum das Kreuz Jesu stammte. Wegen dieser Schande sei der Baum zusammengeschrumpft, um in seiner jetzigen Form allen, die es brauchen, Gutes zu tun. Und tatsächlich ist die Mistel ein wertvolles Kraut, das viele hilfreiche Substanzen enthält, die seit Jahrhunderten für medizinische Zwecke genutzt werden. Eine andere Version besagt, dass die Mistel wegen ihrer Schande zu einem Schmarotzerdasein verdammt wurde. Auf christlichen Weihnachts- und Andachtskarten abgebildet steht die Mistel symbolisch für das Kreuz Christi. Hält das Kindlein Jesus einen Mistelzweig in den Händen, weißt das auf seine Akzeptanz der bevorstehenden Passion hin.

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weihnachtsbuecher

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