Was eine Autorin nicht erleben möchte…

Das war nicht so toll, als ich heute entdeckt habe, was Google mit meinen eBooks macht…

Ich erkläre kurz: Vor ein paar Monaten habe ich angefangen, meine Krimispiele auch als Online-Version anzubieten, und dazu gab es eine neue Kaufmöglichkeit als eBook, denn man braucht dann die Papierunterlagen gar nicht mehr (kann sie aber trotzdem nutzen, wenn man will). Ich habe lange gesucht, bis ich als günstigstes Format Google Play Books fand – und günstig heißt hier, es war machbar und entsprach am ehesten dem, was ich wollte.

Nun hat man bei eBooks fast überall die Möglichkeit, sich eine Leseprobe anzusehen. Das ist eigentlich toll, kann aber blöd sein, wenn man in seinem Buch ein Passwort für den Zugang zum Online-Spiel und zum Download der Dateien veröffentlicht, speziell dann, wenn ich als Autorin keine Kontrolle darüber habe, welcher Bereich aus dem Buch als Leseprobe dargeboten wird. Ihr habt bestimmt gedacht, das fängt immer automatisch vorne im Buch an. Tja, leider nicht, damit hab ich schon früher Erfahrungen gemacht, z.B. dass von meinem Krimi die Auflösung in der Leseprobe war.

Bei Google Play Books (das gehört zum App-Bereich Google Play von Google, aber man kann einzelne eBooks kaufen) kann ich pro Buch einstellen, wie viel Prozent in der Leseprobe angezeigt werden. Das Mindeste ist dabei 20 % und das ist eigentlich okay. Die Krimispiel-eBooks sind nur 4 Seiten lang, weil ja das ganze Material woanders vorhanden ist. Ich habe also schön ordentlich die Passwörter ganz nach hinten gesetzt und überall nachgeschaut, was in der Leseprobe angezeigt wird. Alles bestens – dachte ich.

Heute nun, Monate nach den Veröffentlichungen, habe ich herausgefunden, dass die Leseproben auch noch bei Google Books (also über die Suchmaschine im Web zu finden) angezeigt werden. Das wäre nicht schlimm und ich dachte erst, das ist doch gut, finden es mehr Leute – wenn die Leseproben da identisch mit denen im App-Store wären. Haha, nö. Dort konnte man die kompletten Texte einsehen, einschließlich aller Zugangsdaten zu den Webseiten, Downloads etc. Es konnten also schön alle, die das fanden, meine Spiele ganz umsonst nutzen. Ich würde gern glauben, dass alle so ehrlich sind, für die Spiele zu bezahlen…

Tatsache ist allerdings, dass ich ziemlich geschockt bin. Und was fällt Google ein, sich über meine Vorgaben hinwegzusetzen und einfach ganze Bücher zu veröffentlichen??? Ich habe überall die Zustimmung zur Leseprobe auf Google Books rausgenommen – mal sehen, ob sie das überhaupt ändern. Außerdem habe ich allen neue Passwörter gegeben. Falls jemand also eins der vier Spiele kauft und dann feststellt, dass das Passwort nicht funktioniert, tut es mir natürlich leid, aber das ist nicht schlimm. Ich habe auf der Download-Seite von Krimi mit Gästen ein Formular eingerichtet, über das man bei mir das neue Passwort anfordern kann.

Das Spiel Die Gruft von Netherwood Castle habe ich bei Google Play Books deaktiviert, weil da die Leseprobe ganz konfus war. Einfach irgendwo mittendrin, in einem Spielplan, ohne Zusammenhang und ohne dass sich die Interessent*innen vorne im Buch informieren können, worum es geht, wie es eigentlich sein sollte. Das ist das einzige der eBooks, bei dem ich den kompletten Text aus dem Taschenbuch übernommen hatte. Man kann das Spiel aber immer noch als Taschenbuch kaufen.

A propos Taschenbuch – in den Krimispielbüchern, die es auf amazon.de gibt, muss ich noch die geänderten Passwörter aktualisieren. Das schaffe ich wohl erst am Donnerstag oder Freitag. Das betrifft außer Netherwood Castle nur Time Zone Murder und Der irre Rächer. Wenn es bei den eBooks wie gewünscht läuft, werden auch dort die Passwörter aktualisiert. Wann das geschieht, hängt davon ab, wie schnell Google meine Änderungen umsetzt.

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