Autor: Simone Ehrhardt

Ich mag Krimis, den Herbst, Schokolade, Spaziergänge, Weihnachten, Montana und Schottland.

Der Krimigarten im September – Teil 1

Aaaah, endlich ist es kühl und feucht, genauso, wie ich es mag. Und der Garten auch. Die Dürrezeit ist vorbei. Jetzt im Frühherbst lebt alles noch einmal auf, ehe es in die Winterruhe geht, einige Pflanzen blühen hartnäckig bis zum ersten Frost, manche raffen sich zu einem zweiten Durchgang auf und wieder andere fangen jetzt erst an, z.B. die Krötenlilie, die immer wieder spektakulär aussieht, dabei aber völlig anspruchslos ist. Außerdem habe ich Staudenknöterich für mich entdeckt und inzwischen mehrere Exemplare im Garten. Die Herbstanemonen blühen schon eine Weile, aber sehen grandios aus. Am Teich habe ich dieses Jahr auch eine rosa-blühende Sorte gepflanzt, aber momentan bin ich froh, dass überhaupt ein paar Exemplare überlebt haben. Kaum waren sie in der Erde, brach die Trockenzeit aus (viel zu früh!) und ich hatte alle Hände voll zu tun, die Neuankömmlinge vor dem völligen Vertrocknen zu bewahren. Es ist mir wohl nicht bei allen gelungen, aber ich hoffe auf das nächste Jahr.

Enttäuscht bin ich von dem kleinen Zwetschgenbaum, den ich im vorletzten Frühjahr gepflanzt habe. Es ist nun das zweite Jahr ohne Ernte. Klein heißt in diesem Fall nicht unbedingt jung, sondern dass er eine sehr kompakte Größe von der Baumschule verpasst bekommen hat. In diesem Frühjahr habe ich außerdem eine Eberesche gepflanzt, die von Anfang an schrecklich aussah. Ich habe sie viel gegossen, aber es hat nichts genützt. Die Blätter haben sich nicht richtig entwickelt, die wenigen Blüten, die kamen, sind verdorrt, sie sah die ganze Zeit halbtot aus, inzwischen noch schlimmer. Ich dachte an einen Pilzbefall, aber bin mir nicht sicher. Ich warte einfach ab, wie es im nächsten Jahr wird. Manche Bäume brauchen länger, bis sie eingewachsen sind. So ging es mit dem Lebkuchenbaum auch. In den ersten beiden Jahren hing er ständig mit schlappen Blättern da, trotz Gießens. In diesem Jahr scheint er seine Wurzeln endlich tief genug gebohrt zu haben, um auch ohne ständiges Wässern auszukommen.

Eine Wucht ist jedes Jahr wieder die Bartblume. Die Blüten leuchten so blau, der Busch wird jedes Jahr üppiger und ist ein Bienenmagnet. Solange es nicht regnet, wimmelt es dort von Insekten. Wenn es trocken ist, braucht dieser Strauch zwar Bewässerung, aber er ist einer der Volltreffer in meinem Garten. Die Fetthenne sieht natürlich sowieso prima aus, nur ein wenig auseinandergefallen. Etwa den halben Bereich habe ich mit Beetzäunen gestützt, aber eben nicht den ganzen. Vielleicht sollte ich es doch mal mit dem Chelsea Chop versuchen? Aber es ist schwer, im Frühjahr die neuen Blütenstängel, die gerade erscheinen, radikal abzuschneiden. Im Vorgarten habe ich die relativ neu gepflanzte Sorte Matrona, an der ich den Schnitt probeweise an ein paar Pflanzen durchgeführt habe. Ich sollte mal nachsehen, wie es denen ergeht…

Now playing: Der irre Rächer

Das neue Krimi-Dinner ist fertig! Ganz pünktlich (wie angekündigt) habe ich es letzte Woche fertiggestellt und den Testspielern zugesandt. Testspieler konnte man werden, indem man an meiner Newsletter-Umfrage im April teilgenommen hat und mir mitteilte, dass man eben als Testspieler berücksichtigt möchten werde. Das waren zwar mehr als erwartet, aber ich bin da natürlich auch großzügig und habe alle dazu auserwählt. 🙂 In einigen Wochen – etwa gegen Ende Oktober – wird das Krimispiel dann als käufliches Buch erscheinen. Einstweilen stelle ich euch hier schon mal das vorübergehende Cover und eine Inhaltsbeschreibung vor.

Das Spiel führt uns ins Jahr 1959 und was, neben dem typischen Fifties-Flair, spielt da wohl eine große Rolle? Genau: Edgar Wallace, Agatha Christie, der Film Eine Leiche zum Dessert (der witzigerweise nun genau gestern mal wieder im Fernsehen lief). Ihr werdet merken, dass ich mir überall Inspirationen geholt habe, und dadurch hatte ich unheimlich viel Spaß an der Arbeit. Das Spiel kommt mit einer (optionalen) Audio-Anleitung, wodurch es auch den GastgeberInnen möglich ist, am Spiel teilzunehmen, ohne zu wissen, wer der/die Mörder/in ist. Echte historische Begebenheiten habe ich ebenfalls miteingearbeitet – das Verschwinden Agatha Christies diente als Vorlage für ein wichtiges Ereignis im Spiel, ebenso wie die Zerstörung eines Rubens-Gemäldes (Der Sturz der Verdammten) in der Münchner Pinakothek am 26. Februar 1959. Als Neuerung (zumindest bei meinen Krimi-Dinnern mit kleiner Personenzahl) habe ich dieses Mal komplett auf vorgegebenen Dialogtext verzichtet, allein deshalb, weil das bei der Umfrage meist so gewünscht wurde. Ein spannendes Konzept, das den Teilnehmern in ihren Rollen größtmögliche Freiheit gibt, diese zu gestalten. Wie immer reizt es mich unheimlich, das Spiel selbst zu spielen. Allerdings weiß ich leider in allen Fällen schon, wer’s war … 😉

Zum Inhalt

Der mysteriöse Millionär Elgar Wallis lädt acht berühmte Zeitgenossen zu einem Dinner auf seinen düsteren Herrensitz. Bei den illustren Gästen handelt es sich um lauter fähige Detektive und zwei Modeschöpfer. Sie folgen der geheimnisvollen Einladung und trudeln an einem stürmischen Gewitterabend im Haus ein, nur um festzustellen, dass der Gastgeber ein Spielchen mit ihnen treibt. Doch zu spät – sie können sich dem verhängnisvollen Ablauf nicht mehr entziehen und wollen es auch nicht, werden doch ihre kriminalistischen Fähigkeiten im Angesicht ihrer größten Konkurrenten herausgefordert. Ihre Aufgabe: ein Verbrechen aufzuklären! Handelt es sich um Mord? Ist etwa einer von ihnen ein Mörder? Vielleicht sogar der Gastgeber? Die Nacht bringt neue Rätsel, Hinweise und Verdächtige und am Ende weiß niemand mehr so recht, ob das Verbrechen wirklich geschah oder alles nur ein makabrer Scherz ist …

Der Krimigarten im August

Es ist immer noch nicht viel los im Garten. Die meisten Bilder entstanden Anfang des Monats, da lebte alles etwas auf durch den Regen. Dann folgte wieder eine eher trostlose-heiße Dürrephase. Ich warte eigentlich nur darauf, dass es kühler wird, denn ich habe noch ein paar Pflänzchen  angeschafft, die in die Erde wollen. Es sind mehr oder weniger erst mal Versuche, ob diese Arten an den vorgesehenen Stellen gedeihen. Dafür kaufe ich meist Einzelexemplare und erst, wenn ich weiß, dass Standort und Pflanze zueinander passen, mache ich mir Gedanken über flächigeren Bewuchs. Auf der Terrasse sieht es in letzter Zeit nicht mehr so üppig aus, ich weiß aber nicht genau, weshalb, da dort regelmäßig gegossen wird. Vieles kränkelt ein bisschen vor sich hin. Trotzdem bekomme ich häufig Besuch von einem Pärchen Distelfinken, das liebend gern an den Schmuckkörbchen frisst. Überhaupt fallen immer wieder ganze Scharen von Vögeln über die Terrasse her, Amseln, Meisen, Spatzen, aber auch Drosseln. Unnötig zu sagen, dass die Amseln jedes Mal eine Menge Dreck zurücklassen …

In diesem Monat hatte ich gleich zwei Begegnungen mit Gottesanbeterinnen. Zuerst bei einem Spaziergang in unserer Umgebung, als wir etwas ratlos vor einer Schafweide standen und uns Gedanken über zwei Tiere außerhalb der Umzäunung machten. Und in der Woche darauf nahm ich unfreiwillig eine als Passagier auf meinem Einkaufswagen mit. Sie blieb immerhin brav sitzen und ließ sich draußen in einen Grünstreifen absetzen, aber sie ist unterwegs mehrmals fast vom Wagen gepurzelt. Gut zu Fuß oder standfest sind diese Wesen wahrlich nicht.

 

 

Chaos rundherum

Wie das ist, wenn ich (kurz)vor einem Abgabetermin stehe? Chaotisch. Weil ich mich auf das Schreiben konzentriere, bleibt in dieser Zeit praktisch alles andere liegen. Wenn ich mit dem Buch fertig bin, muss ich erst mal ein paar Tage aufräumen, putzen, waschen und all das. Eine Haushaltshilfe wäre echt schön … Aber ich verspüre auch ein Gefühl der Freiheit – ich bin frei, mich endlich wieder anderen Dingen zu widmen.

Immerhin bin ich mit Die Gräfin und der tote Erpresser schon früher als geplant fertig geworden. Gestern habe ich noch eine halbe Nachtschicht eingelegt und nun ist alles ordentlich hochgeladen und bereit zur Veröffentlichung. Ich denke, das Taschenbuch wird als Erstes verfügbar sein. Beim eBook habe ich versuchsweise das Veröffentlichungsdatum auf den 28. vorverlegt, aber ich weiß nicht, ob das klappt, da ich es ja zur Vorbestellung mit festem Erscheinungstermin am 3.9. freigegeben hatte. Ihr werdet ja sehen, ab wann man die jeweilige Ausgabe bestellen kann.

Vielleicht ist es euch aufgefallen, dass als Autorin dieses Mal nicht Simone Ehrhardt steht, sondern S. M. Ehrhardt. Ich wollte einfach mal etwas ändern, aber zu einem Pseudonym konnte ich mich dann doch nicht durchringen, weil man das Buch sonst nicht mit mir in Verbindung bringen kann.

Näheres zum Buch (wie die aktualisierte Leseprobe) findet ihr immer über das obige Menü, aber auch hier noch mal zum Kennenlernen der neue Klappentext und ein Link zur Amazonseite. Das Buch erscheint über Kindle und wenn ihr es über den untenstehenden Link aufruft und vielleicht sogar kauft (oder etwas anderes bei amazon während dieses Besuchs), erhalte ich einen mageren kleinen Anteil.


Die 50er-Jahre – das Land schwelgt in Fortschritt und Wohlstand. Theo und Oskar haben den letzten Krieg mit Ach und Krach überlebt und finden endlich eine neue Aufgabe auf dem Gut der Gräfin von Grau. Vom Wirtschaftsboom ist dort zwar nichts zu spüren, aber die Gräfin selbst ist unwiderstehlich. Als sie beschließt, einer Freundin in Nöten zur Hilfe zu eilen, ist für Theo und Oskar klar, dass sie ihr beistehen, komme, was wolle. Doch im Handumdrehen stecken sie in einem Mordfall, der für die Gräfin höchst unangenehm wird, denn die Schatten der Vergangenheit scheinen sie nicht loszulassen.