Krimigarten

Der Krimigarten im September – Teil 1

Aaaah, endlich ist es kühl und feucht, genauso, wie ich es mag. Und der Garten auch. Die Dürrezeit ist vorbei. Jetzt im Frühherbst lebt alles noch einmal auf, ehe es in die Winterruhe geht, einige Pflanzen blühen hartnäckig bis zum ersten Frost, manche raffen sich zu einem zweiten Durchgang auf und wieder andere fangen jetzt erst an, z.B. die Krötenlilie, die immer wieder spektakulär aussieht, dabei aber völlig anspruchslos ist. Außerdem habe ich Staudenknöterich für mich entdeckt und inzwischen mehrere Exemplare im Garten. Die Herbstanemonen blühen schon eine Weile, aber sehen grandios aus. Am Teich habe ich dieses Jahr auch eine rosa-blühende Sorte gepflanzt, aber momentan bin ich froh, dass überhaupt ein paar Exemplare überlebt haben. Kaum waren sie in der Erde, brach die Trockenzeit aus (viel zu früh!) und ich hatte alle Hände voll zu tun, die Neuankömmlinge vor dem völligen Vertrocknen zu bewahren. Es ist mir wohl nicht bei allen gelungen, aber ich hoffe auf das nächste Jahr.

Enttäuscht bin ich von dem kleinen Zwetschgenbaum, den ich im vorletzten Frühjahr gepflanzt habe. Es ist nun das zweite Jahr ohne Ernte. Klein heißt in diesem Fall nicht unbedingt jung, sondern dass er eine sehr kompakte Größe von der Baumschule verpasst bekommen hat. In diesem Frühjahr habe ich außerdem eine Eberesche gepflanzt, die von Anfang an schrecklich aussah. Ich habe sie viel gegossen, aber es hat nichts genützt. Die Blätter haben sich nicht richtig entwickelt, die wenigen Blüten, die kamen, sind verdorrt, sie sah die ganze Zeit halbtot aus, inzwischen noch schlimmer. Ich dachte an einen Pilzbefall, aber bin mir nicht sicher. Ich warte einfach ab, wie es im nächsten Jahr wird. Manche Bäume brauchen länger, bis sie eingewachsen sind. So ging es mit dem Lebkuchenbaum auch. In den ersten beiden Jahren hing er ständig mit schlappen Blättern da, trotz Gießens. In diesem Jahr scheint er seine Wurzeln endlich tief genug gebohrt zu haben, um auch ohne ständiges Wässern auszukommen.

Eine Wucht ist jedes Jahr wieder die Bartblume. Die Blüten leuchten so blau, der Busch wird jedes Jahr üppiger und ist ein Bienenmagnet. Solange es nicht regnet, wimmelt es dort von Insekten. Wenn es trocken ist, braucht dieser Strauch zwar Bewässerung, aber er ist einer der Volltreffer in meinem Garten. Die Fetthenne sieht natürlich sowieso prima aus, nur ein wenig auseinandergefallen. Etwa den halben Bereich habe ich mit Beetzäunen gestützt, aber eben nicht den ganzen. Vielleicht sollte ich es doch mal mit dem Chelsea Chop versuchen? Aber es ist schwer, im Frühjahr die neuen Blütenstängel, die gerade erscheinen, radikal abzuschneiden. Im Vorgarten habe ich die relativ neu gepflanzte Sorte Matrona, an der ich den Schnitt probeweise an ein paar Pflanzen durchgeführt habe. Ich sollte mal nachsehen, wie es denen ergeht…

Der Krimigarten im August

Es ist immer noch nicht viel los im Garten. Die meisten Bilder entstanden Anfang des Monats, da lebte alles etwas auf durch den Regen. Dann folgte wieder eine eher trostlose-heiße Dürrephase. Ich warte eigentlich nur darauf, dass es kühler wird, denn ich habe noch ein paar Pflänzchen  angeschafft, die in die Erde wollen. Es sind mehr oder weniger erst mal Versuche, ob diese Arten an den vorgesehenen Stellen gedeihen. Dafür kaufe ich meist Einzelexemplare und erst, wenn ich weiß, dass Standort und Pflanze zueinander passen, mache ich mir Gedanken über flächigeren Bewuchs. Auf der Terrasse sieht es in letzter Zeit nicht mehr so üppig aus, ich weiß aber nicht genau, weshalb, da dort regelmäßig gegossen wird. Vieles kränkelt ein bisschen vor sich hin. Trotzdem bekomme ich häufig Besuch von einem Pärchen Distelfinken, das liebend gern an den Schmuckkörbchen frisst. Überhaupt fallen immer wieder ganze Scharen von Vögeln über die Terrasse her, Amseln, Meisen, Spatzen, aber auch Drosseln. Unnötig zu sagen, dass die Amseln jedes Mal eine Menge Dreck zurücklassen …

In diesem Monat hatte ich gleich zwei Begegnungen mit Gottesanbeterinnen. Zuerst bei einem Spaziergang in unserer Umgebung, als wir etwas ratlos vor einer Schafweide standen und uns Gedanken über zwei Tiere außerhalb der Umzäunung machten. Und in der Woche darauf nahm ich unfreiwillig eine als Passagier auf meinem Einkaufswagen mit. Sie blieb immerhin brav sitzen und ließ sich draußen in einen Grünstreifen absetzen, aber sie ist unterwegs mehrmals fast vom Wagen gepurzelt. Gut zu Fuß oder standfest sind diese Wesen wahrlich nicht.

 

 

Der Krimigarten im Juli

Habt gedacht, da kommt nichts mehr, oder? 😉 Nee, ein paar Fotos habe ich, aber mein Garten gibt im Juli nicht so viel her. Es war einfach nur langanhaltend heiß und trocken, da dümpelt das Grünzeug mehr vor sich hin, als dass es glänzt. Dann kam endlich Regen. Ich habe Bilder von den Pflanzen in unserem Lichthof gemacht, wo die schatten- und feuchtigkeitsliebenden Exemplare stehen und dschungelartiges Flair verbreiten sollen. Meine Linse ist wohl ein bisschen angelaufen gewesen, weshalb diese Bilder einen leichten Nebel haben. Dank Bearbeitung ist es aber kaum noch zu sehen.

Drei Fotos sind dabei, auf denen man nicht so genau weiß, was eigentlich im Mittelpunkt ist, aber ich wollte sie trotzdem zeigen und erkläre hier: eine Himalayabirke (noch mal umgesetzt, weil ich sie lieber hinten im Garten als im Vorgarten haben wollte), eine Ästige Graslilie (wunderschöne, filigrane, weiße Blüten) und auf der Terrasse eine kleine Klappernuss. Sie ist noch klein und neu, aber vielleicht kriegt sie nächstes Jahr ja schon die ersten Nüsse.

Gerade gibt es wieder ein bisschen Obst zu ernten. Neben den Heidelbeeren (gehören meinem Mann) und den Brombeeren (in seinem 4. Standjahr bringt der Strauch endlich Früchte, aber die sind geschmacklich enttäuschend – Sorte Navajo) sind die ersten Feigen soweit. Das haben auch die Wespen gemerkt, die sich genüsslich in die reifen Feigen hineinfressen, bis man nur noch ihr Hinterteil herausragen sieht.  Das hat dazu geführt, dass ich welche geerntet habe, die noch nicht so reif waren. Schade, die sind nämlich eigentlich lecker, obwohl sie eher grün bleiben. Ich erkenne ihre Reife daran, dass sie anfangen, am Stängel nach unten zu hängen (und natürlich an den Wespen). Wenn der Baum abgeerntet ist, werde ich ihn kräftig stutzen, der wächst nämlich ganz ungünstig in die Breite.
Ich habe noch einen zweiten Feigenbaum, der auf der Terrasse in einem Kübel steht. Der bekommt im Prinzip später Früchte, aber ich weiß nicht, ob das dieses Jahr überhaupt klappt. Die Blätter waren sehr stark von Ungeziefer befallen und ich folgte einem Rat, sie mit einem Gemisch aus Rapsöl und Wasser einzusprühen. Das hat zwar die Insekten vernichtet, aber leider auch die Blätter. Sind fast alle gelb geworden, eingetrocknet und abgefallen. Tja.

Und mein neuestes Gartenexperiment: Am Wochenende habe ich mir (nach einem Tipp in MDR Garten) einen Kompostbeschleuniger aus Wasser, Hefe und Zucker gemischt, schön stehen lassen (für alle Nachahmer: unbedingt mit einem Netz o.ä. abdecken, weil sonst viele Insekten drin den Tod finden) und dann über den Kompost gießen. Ich bin gespannt, ob er tatsächlich in zwei Wochen nur noch halb so hoch ist. Zweierlei kann ich aber schon sagen: Der Garten riecht jetzt nach Hefe und die Wespen und Schwebfliegen sind total irre auf das Zeug.

Der Krimigarten im Juni – Teil 2

Wenn einem 30 Grad schon wie erholsame Kühle vorkommen … Die letzten Tage waren schlicht ätzend. Die Himbeeren verschrumpeln inzwischen am Strauch und auch sonst ist vieles schlapp oder scheintot. Fast alle dieser Fotos stammen noch von vor der großen Hitze, da sah es noch etwas üppiger hier aus. Auch gestern gab es kein Regen und so bin ich mal wieder ewig am Wässern und frage mich, warum wir die automatische Bewässerung immer noch nicht so ausgebaut haben, dass die das meiste der Arbeit macht.

Nun ja, hier sind auch Bilder aus dem Vorgarten dabei. Den vergesse ich ja meistens, dabei gibt es dort sehr schöne Rosen, einen herrlichen japanischen Ahorn und eine Ecke mit Farnen, die ich erst letztes Jahr angelegt habe. Die beiden Kugelrobinien säumen den Weg zur Haustür und ich hoffe, dass sie schon bald so große Kronen haben, dass diese über dem Weg ein Dach bilden. Die interessant geformte Iris ist in Wirklichkeit ziemlich unscheinbar. Die Blüten sind so im Fokus sehr interessant, aber das Laub der Pflanze ist ziemlich hässlich. 😉 Da sie nur kurz blühen, frage ich mich die restliche Zeit, was diese merkwürdigen Büschel eigentlich sind.

R.I.P. Schildblatt – Nachfolger des kürzlich verstorbenen Mammutblattes. Du hast es nicht einmal geschafft, ein ordentliches Blatt auszutreiben, schon warst du eingegangen. Deinen Platz wird nun eine Funkie einnehmen.