Die Gräfin und der tote Erpresser

Gerade sind die Gäule mit mir durchgegangen! Ich wollte meinen neuen Krimi bei Kindle zur Vorbestellung vorbereiten, da fiel mir der laufende Storyteller-Wettbewerb ins Auge. Kurzerhand habe ich mein Werk dafür angemeldet, was nun zur Folge hat, dass

a) ich am Storyteller-Wettbewerb teilnehmen werde

b) ich bis 31. August mit dem eBook und dem Taschenbuch so weit sein muss, dass ich alles bei Kindle hochladen kann.

Uff. Wenn man bedenkt, dass ich gerade erst den erweiterten Anfang des Krimis habe … Allerdings soll er sowieso nicht so lang werden, eher irgendwo zwischen Kurzgeschichte und Kurzroman, ca. 40 Seiten in meinem Word-Dokument. Ich schätze meine Chance, den Termin zu schaffen, als durchaus realistisch ein, das heißt aber auch, dass ich im August keine neuen Termine mehr annehmen kann. Glücklicherweise ist es gerade so schön kühl; bei Hitze schreibe ich bekanntermaßen schlecht.

Um jetzt auch noch etwas über den Krimi zu erzählen:
Die Gräfin und der tote Erpresser spielt in den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts in unserer Nähe, in der Gegend von Neustadt an der Weinstraße. Es ist aber kein üblicher Regionalkrimi mit furchtbar viel Lokalkolorit, sondern der Ort spielt erst mal keine große Rolle. Vielleicht später, wenn es sich anbieten sollte. Angelegt ist die Geschichte als Teil 1 einer neuen Reihe. Sie ist recht speziell, denn es gibt einen Ich-Erzähler namens Oskar, der ziemlich ungewöhnlich ist und für die LeserInnen die eine oder andere Überraschung bereithält. Da der Krimi in den 50er-Jahren spielt, passe ich den Erzählstil entsprechend an, d. h. Oskar ist ein Gentleman, es geht – zumindest zu Beginn – gemütlicher zu, da ich mir Zeit für die Einführung der Figuren lassen wollte; die Leute drücken sich für unsere Ohren altmodisch aus, was für mich als Autorin wiederum wunderbar ist, weil ich hier all die Wörter und Phrasen verwenden kann, die heutzutage schon fast aussortiert sind. Es gibt einen leisen, verkappten Humor, der aber nicht laut in den Vordergrund tritt. Und ich muss zugeben, dass ich meine Hauptfigur jetzt schon umwerfend finde. Ich hoffe, ihr auch!

Eine Beschreibung des Inhalts und eine Leseprobe findet ihr über das Menü oben.

Ah, eins noch!  Für den Herbst ist ein neues Krimi-Dinner geplant, das ebenfalls in die 50er-Jahre führt und meine Absicht ist es, dass das Spiel irgendwie zu diesem Krimi passen soll. Das wird noch genauer auszuarbeiten sein, ist aber der Grund, warum ich den Krimi jetzt so schnell noch auf den Weg bringen will.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alles außer Alliterationen

Alliterationen sind schlechter Stil. Wer hat sich denn diesen Quatsch ausgedacht? Irgendein pseudointellektueller Wichtigtuer, der etwas erfinden wollte, das schlau klingt? Und warum, bitte schön, wird das immerzu nachgeplappert? Die Alliteration* ist so wichtig in unserer Sprache, dass kein vernünftiger Mensch jemals auf die Idee kommen könnte, auf sie verzichten zu wollen. Genauso gut könnte man behaupten, Reime seien schlechter Stil.

Liebe AutorInnen, ihr dürft nicht alles glauben, was ihr lest! Das, was euch ausmacht, ist euer einzigartiger, ganz persönlicher Stil, und wenn ihr Alliterationen liebt, verwendet sie! Reichlich und überall!

Warum sind Alliterationen gut und unverzichtbar? Alliterationen sind (genauso wie Reime) Zaubersprüche. Sie sind mehr als nur ihre Buchstaben, sie wirken. Alles, was mithilfe solcher Stilmittel ausgedrückt wird, prägt sich besser ein, bleibt haften, entfaltet sich im Kopf und Gefühl des Lesers/Hörers und nicht zuletzt sind sie ein fantastisches Instrument, um ungesagt Inhalte zu transportieren.

Beispiele gefällig? Milch macht müde Männer munter. Hokus pokus fidibus. World of Warcraft. Dick und Doof. … in Licht und Luft zerrinnen mir Lieb und Leid. (Hölderlin) Komm Kühle, komm küsse den Kummer, süß säuselnd von sinnender Stirn … (Brentano)
Liebe, Lust und Leidenschaft. Tempo Taschentuch. Land und Leute. Veni vidi vici. Lucky Luke. Marilyn Monroe. Donald Trump. Pat und Patachon. Wind unter den Weiden. Ginger Rogers.

*Alliteration = mehrere Wörter beginnen mit denselben Buchstaben (s. Titel) bzw. gleiche betonte (Stamm-)Silben

Der Krimigarten im Juli

Habt gedacht, da kommt nichts mehr, oder? 😉 Nee, ein paar Fotos habe ich, aber mein Garten gibt im Juli nicht so viel her. Es war einfach nur langanhaltend heiß und trocken, da dümpelt das Grünzeug mehr vor sich hin, als dass es glänzt. Dann kam endlich Regen. Ich habe Bilder von den Pflanzen in unserem Lichthof gemacht, wo die schatten- und feuchtigkeitsliebenden Exemplare stehen und dschungelartiges Flair verbreiten sollen. Meine Linse ist wohl ein bisschen angelaufen gewesen, weshalb diese Bilder einen leichten Nebel haben. Dank Bearbeitung ist es aber kaum noch zu sehen.

Drei Fotos sind dabei, auf denen man nicht so genau weiß, was eigentlich im Mittelpunkt ist, aber ich wollte sie trotzdem zeigen und erkläre hier: eine Himalayabirke (noch mal umgesetzt, weil ich sie lieber hinten im Garten als im Vorgarten haben wollte), eine Ästige Graslilie (wunderschöne, filigrane, weiße Blüten) und auf der Terrasse eine kleine Klappernuss. Sie ist noch klein und neu, aber vielleicht kriegt sie nächstes Jahr ja schon die ersten Nüsse.

Gerade gibt es wieder ein bisschen Obst zu ernten. Neben den Heidelbeeren (gehören meinem Mann) und den Brombeeren (in seinem 4. Standjahr bringt der Strauch endlich Früchte, aber die sind geschmacklich enttäuschend – Sorte Navajo) sind die ersten Feigen soweit. Das haben auch die Wespen gemerkt, die sich genüsslich in die reifen Feigen hineinfressen, bis man nur noch ihr Hinterteil herausragen sieht.  Das hat dazu geführt, dass ich welche geerntet habe, die noch nicht so reif waren. Schade, die sind nämlich eigentlich lecker, obwohl sie eher grün bleiben. Ich erkenne ihre Reife daran, dass sie anfangen, am Stängel nach unten zu hängen (und natürlich an den Wespen). Wenn der Baum abgeerntet ist, werde ich ihn kräftig stutzen, der wächst nämlich ganz ungünstig in die Breite.
Ich habe noch einen zweiten Feigenbaum, der auf der Terrasse in einem Kübel steht. Der bekommt im Prinzip später Früchte, aber ich weiß nicht, ob das dieses Jahr überhaupt klappt. Die Blätter waren sehr stark von Ungeziefer befallen und ich folgte einem Rat, sie mit einem Gemisch aus Rapsöl und Wasser einzusprühen. Das hat zwar die Insekten vernichtet, aber leider auch die Blätter. Sind fast alle gelb geworden, eingetrocknet und abgefallen. Tja.

Und mein neuestes Gartenexperiment: Am Wochenende habe ich mir (nach einem Tipp in MDR Garten) einen Kompostbeschleuniger aus Wasser, Hefe und Zucker gemischt, schön stehen lassen (für alle Nachahmer: unbedingt mit einem Netz o.ä. abdecken, weil sonst viele Insekten drin den Tod finden) und dann über den Kompost gießen. Ich bin gespannt, ob er tatsächlich in zwei Wochen nur noch halb so hoch ist. Zweierlei kann ich aber schon sagen: Der Garten riecht jetzt nach Hefe und die Wespen und Schwebfliegen sind total irre auf das Zeug.

Western Women go TB!

Ein absolutes Novum! Ein Western-Women-Roman ist heute als Taschenbuch auf die Welt gekommen! Jede/r, der/die das hier liest, könnte der/die erste Besteller/in sein! 😀

Die Wild-West-Ehe gibt es weiterhin als eBook für den Kindle-Reader (oder die App) und nun auch als Taschenbuch für alle, die immer zu mir sagen: „Och, schade, ich lese keine eBooks“ oder „Gibt’s den auch in Papier?“.

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