Brombeere Navajo

Der Krimigarten im Juli

Habt gedacht, da kommt nichts mehr, oder? 😉 Nee, ein paar Fotos habe ich, aber mein Garten gibt im Juli nicht so viel her. Es war einfach nur langanhaltend heiß und trocken, da dümpelt das Grünzeug mehr vor sich hin, als dass es glänzt. Dann kam endlich Regen. Ich habe Bilder von den Pflanzen in unserem Lichthof gemacht, wo die schatten- und feuchtigkeitsliebenden Exemplare stehen und dschungelartiges Flair verbreiten sollen. Meine Linse ist wohl ein bisschen angelaufen gewesen, weshalb diese Bilder einen leichten Nebel haben. Dank Bearbeitung ist es aber kaum noch zu sehen.

Drei Fotos sind dabei, auf denen man nicht so genau weiß, was eigentlich im Mittelpunkt ist, aber ich wollte sie trotzdem zeigen und erkläre hier: eine Himalayabirke (noch mal umgesetzt, weil ich sie lieber hinten im Garten als im Vorgarten haben wollte), eine Ästige Graslilie (wunderschöne, filigrane, weiße Blüten) und auf der Terrasse eine kleine Klappernuss. Sie ist noch klein und neu, aber vielleicht kriegt sie nächstes Jahr ja schon die ersten Nüsse.

Gerade gibt es wieder ein bisschen Obst zu ernten. Neben den Heidelbeeren (gehören meinem Mann) und den Brombeeren (in seinem 4. Standjahr bringt der Strauch endlich Früchte, aber die sind geschmacklich enttäuschend – Sorte Navajo) sind die ersten Feigen soweit. Das haben auch die Wespen gemerkt, die sich genüsslich in die reifen Feigen hineinfressen, bis man nur noch ihr Hinterteil herausragen sieht.  Das hat dazu geführt, dass ich welche geerntet habe, die noch nicht so reif waren. Schade, die sind nämlich eigentlich lecker, obwohl sie eher grün bleiben. Ich erkenne ihre Reife daran, dass sie anfangen, am Stängel nach unten zu hängen (und natürlich an den Wespen). Wenn der Baum abgeerntet ist, werde ich ihn kräftig stutzen, der wächst nämlich ganz ungünstig in die Breite.
Ich habe noch einen zweiten Feigenbaum, der auf der Terrasse in einem Kübel steht. Der bekommt im Prinzip später Früchte, aber ich weiß nicht, ob das dieses Jahr überhaupt klappt. Die Blätter waren sehr stark von Ungeziefer befallen und ich folgte einem Rat, sie mit einem Gemisch aus Rapsöl und Wasser einzusprühen. Das hat zwar die Insekten vernichtet, aber leider auch die Blätter. Sind fast alle gelb geworden, eingetrocknet und abgefallen. Tja.

Und mein neuestes Gartenexperiment: Am Wochenende habe ich mir (nach einem Tipp in MDR Garten) einen Kompostbeschleuniger aus Wasser, Hefe und Zucker gemischt, schön stehen lassen (für alle Nachahmer: unbedingt mit einem Netz o.ä. abdecken, weil sonst viele Insekten drin den Tod finden) und dann über den Kompost gießen. Ich bin gespannt, ob er tatsächlich in zwei Wochen nur noch halb so hoch ist. Zweierlei kann ich aber schon sagen: Der Garten riecht jetzt nach Hefe und die Wespen und Schwebfliegen sind total irre auf das Zeug.