Buchblog

Verlorene Liebesmüh – Buchblogs und Rezensionen

Das wird jetzt provokativ, deshalb zuallererst: Ich liebe Buchblogger! Ihren Enthusiasmus für Bücher, ihr Engagement für SuBs und andere Stapel, ihr Interesse an Autoren, Verlagen und guten Geschichten.

In den letzten Jahren hat sich ein regelrechtes Buchblogger-Universum entwickelt. Jeder kann Buchblogger werden und jeder kann Rezensionen schreiben. Das begrüße ich, denn es ist eine Demokratisierung der literarischen Welt. Genauso kann heute jeder ein Buch herausbringen – warum auch nicht? Wir sehen uns einer Schwemme von schlechten (aber auch guten!) Büchern gegenüber, genauso wie einer Schwemme von guten (und schlechten) Rezensionen und sind gerade dabei, neue Wege zu finden, wie sich die Spreu vom Weizen trennen lässt. Das ist eine aufregende Entwicklung, denn es müssen sich neue Punkte finden lassen, anhand derer sich feststellen lässt, wie die Qualität eines Textes zu beurteilen ist.

Die Buchbloggerwelt ist aufregend und vielversprechend, voll angeblicher Expertise, und auf diesen Zug sind auch die Verlage aufgesprungen. Sie umschmeicheln die Buchblogger mit Gratisexemplaren, tun vieles (oder alles?) für Rezensionen (am liebsten gute – wofür es hier und da sogar Vorschriften gibt, wie man zu rezensieren hat, wenn man ein Rezensionsexemplar annimmt) und lassen sich abgedrehte Marketingideen einfallen, mit denen sie die Buchblogger postalisch oder per Mail heimsuchen, nur um Aufmerksamkeit zu erregen.

Auch die Autoren sitzen mit im Zug und hängen sich an Buchblogger, schenken ihnen Bücher, veranstalten Verlosungen, geben Interviews und vieles mehr. Es ist wie ein Rausch. Einige betteln gar oder versuchen, die Blogger zu bestechen oder zu bedrohen – immer wieder nachzulesen in Buchblogs. Ja, man glaubt, dass da viel Einfluss vorliegt …

Nun behaupte ich, dass es völlig egal ist, was Buchblogger schreiben oder ob Rezensionen auf irgendwelchen anderen Portalen auftauchen. Die Buchblogger schreiben offenbar in der Hauptsache für andere Buchblogger und gar nicht für die Endkunden, die letzten Endes das Geld für die Bücher ausgeben. Auch die Anzahl der Rezensionen bei amazon werden grob überschätzt. Es zeigt sich immer mehr, dass es sich nicht lohnt, in diesen Bereich richtig viel Mühe zu invenstieren.

Es täte den AutorInnen gut (und auch den Verlagen), die Buchblogger größtenteils zu ignorieren und sich den wirklich wichtigen Dingen zuzuwenden. Das würde ihnen auch helfen, ihre Würde zu bewahren, und andere AutorInnen und Verlage nicht mit in einen schlechten Ruf zu ziehen.

Lasst die Buchblogger in Ruhe und hört auf, eure Freunde und Familie um Rezensionen anzubetteln. Konzentriert euch auf die Dinge, die wichtig sind und wirklich etwas bringen. Im Fokus sollte die Zielgruppe stehen und das sind nicht die Buchblogger.

Bücher, die anmachen – der Geile-Zeile-Buchblog

Heute startet meine neue Reihe mit Blogvorstellungen, in der den ganzen Januar über immer wieder tolle und interessante Blogs hier auftauchen. Ich habe allen BloggerInnen dieselben Fragen gestellt, um herauszufinden, was sie bewegt und wie sie ihre Blogs erleben. Eine super Sache, wie ihr gleich sehen werdet

 

Geile Zeile – der Buchblog

 

Wer steckt hinter dem Blog „Geile Zeile“?geile-zeile-profil1

Dahinter stecken ich, Katharina (oder auch Kadda genannt) und mein Freund Patrick.

 

Für wen schreibst du?

Anfangs waren es wirklich nur Buchtipps für Freunde und Bekannte. Für die, die eh immer bei uns nachgefragt haben, welche Bücher sie sich für den nächsten Strandurlaub besorgen sollten. Mittlerweile hat sich die Leserschaft etwas vergrößert. 😉

 

Wann hast du mit dem Bloggen begonnen?

Im Januar 2015 werden es drei Jahre. Überrascht mich gerade selbst. Schon drei Jahre? Kommt mir nicht so lange vor.

 

Wovon handelt dein Blog?

Auf www.geile-zeile.de dreht sich alles um Bücher. Rezensionen, Buch-Tipps, Interviews, Berichte über Buchmessen und viele kleine und große Gewinnspiele. Aber auch Mangas und Comics werden oft mal vorgestellt.

 

Welches sind deine erfolgreichsten Themen? geile-zeile-profil

Naja, wen wunderts: Die Gewinnspiele natürlich. 🙂

 

Hast du nur den einen Blog oder mehrere?

Nur den einen. Reicht auch 😉

 

Wie viel Zeit verbringst du mit der Arbeit an deinem Blog?

Also auf Facebook und Twitter veröffentliche und teile ich fast täglich irgendetwas. Auf dem Blog selbst ca. einmal die Woche, schätze ich.

 

Woher holst du die Inspirationen für deine Blogartikel?

Ich schreibe über das, was mir gefällt und über die Bücher, die ich gerne lese und somit anderen weiterempfehlen möchte.

 

Welche Blogs liest du selbst?

Den meisten Buch-Blogs folge ich auf Facebook. Hier nur einige Beispiele: „Ich liebe Fantasybücher“, „Kleinbrinas Bücherblog“, „little Dhampir’s Leseecke“ und „Kossis Welt“.

 

Der Link zu deinem Blog

www.geile-zeile.de

 

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