Silverwood

Geheimtipp für den weißen Garten – Storchschnabel ‚Silverwood‘

Der Storchschnabel Geranium nodosum ‚Silverwood‘ hat sich zu meinem heimlichen Star entwickelt. Eigentlich wollte ich nur ein weißes Blümchen, das ich zu meinen japanischen Zierahornen in die Töpfe setzen kann. Und siehe da, Silverwood zeigt sich als robust und ausbreitungsfreudig, dazu blüht er praktisch monatelang ab Juni. Und das üppige, hellgrüne, schön geformte Laub! Die Blüten zeigen sich in reinstem Weiß. Dieser Bergwald-Storchschnabel hat sich bei mir noch nie über zu viel oder zu wenig Wasser oder Sonne beschwert, er gedeiht und blüht einfach und begeistert mich. Wenn man ihn lässt, versamt er sich eifrig, was ihn zu einem hervorrgagenden Bodendecker macht. Vor ein paar Wochen habe ich viele kleine Keimlinge aus einem der Töpfe geholt und in ein noch freies Beetstück gesetzt, damit das in Kürze auch so schön grünt und blüht.

In meinem weißen Garten plage ich mich schon ein paar Jahre damit herum, den Boden zu begrünen. Es gibt links und rechts ein Beet, mittendurch einen Weg, und während auf der Hausseite weiße Kaukasusvergissmeinnicht schon gute Arbeit geleistet haben, wächst es auf der anderen Seite unter den Büschen nur langsam zu. Günsel scheint endlich weiterzuhelfen und nun eben auch dieser Storchschnabel. Die kleinen Keimlinge haben sich nicht geziert, waren von Anfang an mit jeder Wassermenge zufrieden (natürlich habe ich sie zu Beginn feucht gehalten) und die Schnecken haben sie bisher auch nicht niedergemacht. Ich hoffe bis Ende des Herbstes auf eine grüne Decke.

Laut Staudengärtnerei Gaissmayer könnte es sein, dass sich dieser Storchschnabel mit anderen Sorten kreuzt. Nun ja, da heißt es erst mal abwarten. In unmittelbarer Nähe gibt es nur einen anderen weißen Storchschnabel, aber an anderer Stelle durchaus auch rosafarbene. Momentan wachsen ja auch schon rosafarbene Fingerhüte im weißen Garten … Ein weißes Gartenabteil wirklich weiß zu halten, ist eine Aufgabe für sich. 😉