Sketch

Ein Klassiker des modernen Dramas

Okay, ganz so pompös wie der Titel ist das Buch nicht. 😉 Es liegt mir am Herzen, ein wenig mehr zu meinem Theaterstückebuch zu schreiben, das bisher eher wenig Aufmerksamkeit bekommen hat.

Auf der Abbildung sieht man es von oben – schlicht, orange, ohne Aufschrift. Das Format ist DIN-A4 und bedruckt sind die vielen Blätter einseitig. Insgesamt umfasst es 50 Theaterstücke – (fast) alle, die ich habe und die man gratis über meine Webseite downloaden kann. Warum also dieses Buch?

Einzelne Theaterstücke von einer Webseite runterzuladen, ist ganz nett, wenn man den Service nicht allzu oft in Anspruch nimmt. Es gibt Menschen, die immer wieder Stücke brauchen, und dann müssen sie sich jedes Mal aufs Neue durch die ellenlange Liste arbeiten und das Prozedere durchführen. Ich habe die gedruckte Sammlung für all jene anfertigen lassen, die gern ein Buch zur Hand haben, das sie nur (immer wieder) aufschlagen müssen, und aus dem sie noch dazu bequem kopieren können. Die Stücke sind thematisch sortiert und alphabetisch – im Inhaltsverzeichnis aufgelistet und mit Seitenzahlen bestückt (s.u.  die Ziffern hinter den Titeln sind die Seitenzahlen).

Da es für mich wichtig war und ist, meine Stücke gratis zur Verfügung zu stellen, verdiene ich an dem Theaterbuch nichts. Sicher, es kostet momentan 10 Euro, was vor allem an dem Umfang liegt. Dazu ist es geklebt, man kann es also einfach aufknicken, wenn man das möchte. Die Herstellungskosten pro Buch liegen bei 9 Euro, pro verkauftem Buch bleibt also 1 Euro übrig. Und diese Euros werden gespendet. Es darf deshalb gern ein Bestseller werden – alles für einen guten Zweck.

Das Buch kann bei mir gegen Vorkasse gekauft werden.

 

Inhalt

WeihnachtsstückeTheaterstueckebuch

Das traumhafte Weihnachten 5
Das Weihnachts-Experiment 8
Die Weihnachtsgäste 11
Die Zeitreise 13
Friede auf Erden 17
Was war gestern – was wird morgen sein? 20
Weihnachtserwarten 30

Sketche

Opern-Sketch 33
Rapunzel, wirf dein Haarteil herunter! 35
Romeo & Julia – Die Balkonszene 37
Schneewittchens Diät 38
Das Literatur-Quartett 44

Christliche Stücke

500 x Vergeben 49
Aus dem Leben eines Fischers (nach Matthäus 14, 22-33) 50
Besser als … 52
Besser wird’s nicht 54
Come Back 55
Das grünere Gras (zum Thema Neid) 58
Der Schalksknecht 61
Der Schatz (nach Matthäus 13, 44) 62
Die Elite-Macher 64
Die Hoffnung der Welt 66
Die Maske (Pantomime) 67
Die Speisung der 5000 68
Die WM auf dem Prüfstand 70
Die zwei Spinnen 72
Eine unheimliche Begegnung (zu Halloween/zum Reformationstag) 73
Ende!? 74
Evangelisieren im Alltag 88
Ewigkeitssonntag – Rezitationen 90
Geheilt! 92
Gestatten …? 94
GottesOpfer 95
Jona 96
Kreuzigung 97
Licht 98
Nachrichten 99
Petrus im Gefängnis 100
Das Pfingstwunder 102
Lob der Königin 103
Schrei der Seele (fast Pantomime) 104
Soll ich was sagen? 105
Süßes oder Saures? (zu Halloween/zum Reformationstag) 107
Weide meine Lämmer 109
Wie man in den Himmel kommt 111

Stücke für Kinder

Ein Leben als Goldgräber in Gold Lake City 118
Spiel der Nationen 126
Zachäus bekommt Besuch 130

Sonstige Stücke

Das Gift der Eitelkeit 133
Frau Gerberich unter Verdacht 138

 

Sketche und Theaterstücke

Ich fand, es war an der Zeit, den Sketchen eine eigene Blog-Seite zu widmen. Ab sofort also oben im Seitenmenü als Sketche zu finden. Wenn man mit der Maus daraufgeht, klappt ein Untermenü auf, das zu drei downloadbaren Sketchen führt – Romeo & Julia – die Balkonszene, Schneewittchens Diät und Rapunzel, wirf dein Haarteil herunter! Alle drei Sketche haben eine eigene Seite hier, aber zwei davon sind verlinkt zu meinem anderen Blog Sara Winter – Liebesromane, wo sie dann komplett zu lesen und herunterzuladen sind.

Alle meine anderen Theaterstücke, die ebenfalls gratis zur Verfügung stehen, sind auf meiner Webseite aufgelistet.

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Romeo und Julia – Die Balkonszene

Dieser kleine Sketch wird immer wieder mal bei mir angefragt und er ist auch einfach zu lustig.  Deshalb hier für alle und natürlich (teilweise) mit Originaltext:

Romeo & Julia – Die Balkonszene

von Simone Ehrhardt

Requisiten:    ein niedriger Balkon
Akteure:        Julia, Romeo  

Julia:              Romeo, oh Romeo! Willst du schon fort? Der Tag ist noch nicht nahe. Es war die Nachtigall und nicht die Lerche, die die angstvolle Höhlung deines Ohrs durchdrang. Nächtlich singt sie in dem Granatapfelbaum dort drüben. Glaub mir, Liebster, es war die Nachtigall.

Romeo:          Es war die Lerche, der Herold des Morgens; keine Nachtigall. Sieh, Liebste, was für neidische Streifen dort drüben im Osten die trennenden Wolken mit Spitzen säumen. Ich muss fort und leben – oder bleiben und sterben. Dein Vater wird mich erschießen, wenn er mich hier findet.

Julia:              Das Licht dort drüben ist nicht Tageslicht. Es ist nur ein Meteor, der sein Leben aushaucht. Darum bleib noch. Du brauchst noch nicht fort.

Romeo:          (heroisch, dramatisch, ironisch) Na schön! Mögen sie mich fangen, mögen sie mich hinrichten… Ich bin zufrieden, wenn du es so haben willst. Komm, Tod, und willkommen! Julia will es so. Wie geht’s, meine Seele? Lass uns reden. Es ist nicht Tag.


Julia:              (leicht zerknirscht) Nun, du hast ja recht. Es ist der Morgen, der uns graut. Oh bittres Tageslicht, das meinen Liebsten mir entreißt.


Romeo:          Leb wohl, leb wohl! Ein Kuss, und ich steige hinab.

(Julia spitzt die Lippen und schließt die Augen in Erwartung eines Kusses, aber Romeo verliert das Gleichgewicht und fällt mit einem Schrei vom Balkon.)


Julia:              (Öffnet die Augen und bemerkt etwas unzufrieden, dass Romeo schon unten ist.) Bist du so fort, Liebster und Herr, ja Gatte und Freund? Warum willst du mir keinen Abschiedskuss geben? Liebst du mich nicht mehr?

Romeo:          (Stöhnt vor Schmerzen) Doch!

Julia:              Oh, glaubst du, wir werden uns je wiedersehen?

Romeo:          Ich zweifle nicht, es sei denn, meine gebrochenen Knochen hindern mich daran.

Julia:              Oh Schreck, meine Seele ahnt Übles! Mir scheint, ich sehe dich, nun da du so tief bist, wie einen tot am Grunde eines Grabes. Entweder meine Augen lassen mich im Stich oder du siehst blass aus.


Romeo:          (ungehalten) Und vertrau mir, Liebste, du in meinen Augen auch.      (…)

Hier ist noch nicht Schluss, es geht noch weiter!

Den kompletten Sketch findest du hier!